ASK 13 fängt im Endanflug auf Piste 20 das Windenseil eines Gegenstarts
Zwei Insassen einer ASK 13 wurden in Eschwege-Stauffenbühl schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde erheblich beschädigt. Wegen der bergauf verlaufenden Bahn wird dort gegenläufig betrieben: Windenstart auf Piste 02, Landung auf Piste 20. Die ASK 13 war im Endanflug, als ein weiterer Segler an der Winde auf Piste 02 startete. In rund 50 m blieb die rechte Tragfläche am Windenseil hängen; das Seil schnitt den Flügel bis zum Holm durch und riss ihn ab. Die ASK 13 stürzte ins Gebüsch am Platzrand; auch die linke Tragfläche brach. Der Platz wurde ohne Flugleiter betrieben, entgegen einer 2010 abgelaufenen Befreiung.
- Rundflug, dann Anflug Piste 20: Der Pilot startete eine ASK 13 mit Fluggast an der Winde zu einem Rundflug, startete bergab laut örtlichem Verfahren und landete nach zehn Minuten bergauf auf der Gegenrichtung.
- Gegenläufiger Betrieb (Hanglage): Wegen des Höhenunterschieds waren gleichzeitige Windenstarts auf Piste 02 und Landungen auf Piste 20 üblich. Während die ASK 13 im Anflug war, startete ein weiteres Flugzeug gegenläufig.
- Kein Flugleiter, Befreiung abgelaufen: Zum Unfallzeitpunkt wurde ohne Flugleiter geflogen. Die Befreiung davon war bereits 2010 abgelaufen und hatte Windenstarts ohnehin ausdrücklich ausgenommen.
- Flügel fängt Seil in rund 50 m: Im Endanflug auf Piste 20 blieb die ASK 13 in etwa 50 m AGL mit der rechten Tragfläche am Windenseil des zweiten, bereits ausgeklinkten Segelflugzeugs hängen.
- Seil schneidet bis in den Holm: Das Windenseil durchtrennte die rechte Tragfläche etwa in der Mitte des Querruders bis in den Holm; der Flügel brach an dieser Stelle ab. Die Bremsklappen waren halb ausgefahren.
- Sturz ins Gebüsch, beide schwer verletzt: Das Segelflugzeug stürzte 170 m von der Winde entfernt und rutschte in ein Gebüsch, Endlage 140 m von der Schwelle. Die linke Tragfläche brach 1,5 m von der Wurzel ab; beide wurden verletzt.