Pilot überzieht ASH 25 M in langsamem Hangkreis unter 100 m
Beide Insassen einer ASH 25 M wurden tödlich verletzt, als der Pilot in einem langsamen Kreis am Kienberg nahe Pfronten überzog; das Segelflugzeug schlug in trudelartigem Sturzflug auf den südlichen Waldhang auf und wurde zerstört. Nach dem Eigenstart in Füssen beobachteten Zeugen, wie das Flugzeug in weniger als 100 m AGL über dem Grat in böigen Bedingungen kreiste; die Fahrt sank, bis der Pilot überzog. Die Höhe reichte zum Ausleiten nicht. Der Start war leicht über der höchstzulässigen Masse; der Pilot hatte geringe jüngste Praxis und eine teils unbehandelte Vorerkrankung, die als Faktor nicht ausgeschlossen werden konnte.
- Eigenstart ab Füssen, lokaler Alpenflug: Der Pilot startete die zweisitzige ASH 25 M im Eigenstart in Füssen für einen lokalen Alpenflug mit einer Begleitperson an Bord — in den Gratlagen rund um den Kienberg.
- Start leicht über höchstzulässiger Masse: Das Flugzeug startete leicht über der höchstzulässigen Abflugmasse, was die Leistungsreserven — besonders in schwacher Thermik und Turbulenz — verringerte.
- Geringe jüngste Praxis + Vorerkrankung: Der Pilot hatte geringe jüngste Flugpraxis und eine erhebliche, teils unbehandelte Vorerkrankung, als Faktor nicht auszuschließen; ein Ereignis im Flug wurde nicht nachgewiesen.
- Schwacher Aufwind, Turbulenz am Kienberg: Im Bereich des Kienberg war die Thermik schwach und der Wind böig mit mäßiger bis starker Turbulenz, was niedriges Hangkreisen anspruchsvoll machte.
- Langsamer Hangkreis unter 100 m AGL: Während das Segelflugzeug in weniger als 100 m AGL über dem Grat des Kienberg mit wechselnden Schräglagen kreiste, sank die Fahrt in den turbulenten Bedingungen auf einen unsicheren Wert.
- Strömungsabriss und trudelartiger Sturz: Der Pilot überzog, und die ASH 25 M ging in eine trudelartige, steile Sturzflugbahn aus sehr geringer Höhe über; die verfügbare Höhe reichte nicht zur Ausleitung.
- Südhang-Aufprall, beide tödlich verletzt: Das Segelflugzeug schlug auf dem steilen, bewaldeten Südhang des Kienberg auf und wurde zerstört; beide Insassen wurden tödlich verletzt. Es wurden keine technischen Mängel festgestellt.