ASW 28-18E mit ausgefahrenem Triebwerk kollidiert bei Außenlandung mit Freileitung
Der Pilot einer ASW 28-18E wurde bei einer Außenlandung nahe Wagenbühl schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Nach Schleppstart ab Agathazell ließ er bei nachlassender Thermik den Wasserballast ab und setzte das Klapptriebwerk zweimal ein, ohne das Gebiet verlassen zu können. Er entschloss sich zur Außenlandung. Nach dem Abstellen ließ sich der Propeller nicht fixieren und das Triebwerk nicht einfahren; der Bowdenzug war aus dem Kloben gerutscht. Im Anflug berührte die ASW 28-18E eine Freileitung und stürzte zu Boden.
- Schlepp ab Agathazell ~12 Uhr: Gegen 12:00 Uhr startete der Pilot mit einer ASW 28-18E mit Klapptriebwerk im Flugzeugschlepp ab Agathazell zu einem Überlandflug, bei sehr böigem Wind mit 15-20 kt und CAVOK.
- Thermik lässt nach, zwei TW-Läufe: Als die Thermik nachließ, ließ der Pilot bei Biberach den Wasserballast ab und setzte danach zweimal das Klapptriebwerk ein, konnte den Raum Blender aber nicht verlassen.
- Propeller nicht fixierbar: Nach dem Abstellen ließ sich der Propeller nicht in der Parkposition fixieren, sodass das Triebwerk nicht einfuhr; der Bowdenzug des Propellerstoppers war aus dem Kloben gerutscht.
- Entschluss zur Außenlandung: Mit ausgefahrenem Klapptriebwerk und ohne Möglichkeit, die Region zu verlassen, entschloss sich der Pilot zur Außenlandung auf einem zuvor gewählten Feld nahe Wagenbühl.
- Berührung mit 8-m-Freileitung: Im Anflug auf das Feld nördlich von Wagenbühl musste eine parallel zur Straße verlaufende Freileitung mit 8,2 m Masthöhe überflogen werden; dabei kam es zur Berührung mit der Leitung.
- Absturz neben der Leitung: Nach der Berührung prallte das Segelflugzeug auf den Boden; das Wrack lag links mit verdrehtem Rumpf und abgetrennten Tragflächen. Der schwer verletzte Pilot verließ es eigenständig.