Automatisches Ausklinken aus 30 m im Windenstart: G 103 schlägt hart auf
Beide Insassen eines G 103 C "Twin III ACRO" wurden beim Windenstart in Erbach schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde erheblich beschädigt. Der Fluglehrer hatte rund 385 Stunden, davon 257 auf dem Muster. Kurz nach dem Abheben von Piste 03 ließ der Seilzug nach, das Schleppseil bildete starken Durchhang, und in rund 30 m AGL klinkte das Seil automatisch aus der Schleppkupplung. Der Fluglehrer reduzierte den Steigwinkel, doch die G 103 setzte 245–270 m vom Startpunkt hart auf. Die Rumpfröhre brach etwa 15 cm vor dem Leitwerk.
- Windenstart 03, ca. 12:15 Uhr: Ein Fluglehrer und ein Flugschüler begannen in einem Grob G 103 C Twin III ACRO einen Windenstart auf Piste 03 des Sonderlandeplatzes Erbach, einer 760×20-m-Segelflugbahn.
- Seilzug lässt nach, Durchhang: Kurz nach dem Abheben beobachteten Zeugen, wie der Seilzug deutlich nachließ. Entlang des Schleppseiles bildete sich ein starker Durchhang.
- Fluglehrer reduziert Steigwinkel: Der Fluglehrer bemerkte den nachlassenden Seilzug und reduzierte daraufhin den Steigwinkel des Segelflugzeuges.
- Automatisches Ausklinken auf 30 m: Bei starkem Seildurchhang klinkte das Schleppseil in etwa 30 m Höhe AGL automatisch aus der Schleppkupplung aus und beendete den Startvorgang.
- Harte Landung 245–270 m vom Start: Nach dem Startabbruch setzte das Segelflugzeug hart auf der Schleppstrecke auf; die erste Spornspur lag 245 m vom Start entfernt, das Flugzeug kam etwa 270 m vom Start zum Stillstand.
- Rumpfröhre bricht vor Leitwerk: Die Rumpfröhre brach etwa 15 cm vor dem Leitwerk; Seitenruder und Höhenleitwerk wurden ebenfalls beschädigt, und es entstand kein Brand. Beide Insassen wurden schwer verletzt.