LS 4-a gerät im niedrigen Kreisflug in steilen Bahnneigungsflug und prallt auf Wiese
Bei einem Überlandflug ab Iserlohn-Sümmern verunglückte der Pilot einer LS 4-a südlich von Nieder-Werbe tödlich; das Segelflugzeug wurde zerstört. Nach gut zwei Stunden Flugzeit sahen Zeugen, wie die LS 4-a in geringer Höhe aus dem Kreisflug in einen sehr steilen Bahnneigungsflug überging und auf Wiesengelände prallte. Die Bodenspuren zeigten einen großen Längsneigungswinkel und hohe Geschwindigkeit; der Streukegel maß rund 40 m. Die Avionikbauteile waren so stark zerstört, dass kein Auslesen möglich war. Anhaltspunkte für eine gesundheitliche Ursache wurden nicht gefunden.
- Windenstart, Überlandflug, Kreisflug: Die LS 4-a startete im Windenschlepp am Sonderlandeplatz Iserlohn-Sümmern zu einem Überlandflug; Zeugen sahen das Segelflugzeug später bei Nieder-Werbe in geringer Höhe im Kreisflug.
- Aus Kreisflug in steile Bahnneigung: Aus dem niedrigen Kreisflug bei Nieder-Werbe geht das Segelflugzeug abrupt in einen sehr steilen Bahnneigungsflug über.
- Steiler Sinkflug ohne Abfangen: Das Segelflugzeug setzt den sehr steilen und schnellen Sinkflug fort; eine Abfangbewegung vor dem Bodenkontakt ist nicht erkennbar.
- Aufprall auf Wiesengelände: Das Segelflugzeug prallte südlich Nieder-Werbe mit hoher Geschwindigkeit und steiler Nase-unten-Lage auf eine Wiese; es wurde zerstört und der Pilot tödlich verletzt.
- Avionik zerstört; keine med. Ursache: Die geborgene Avionik war zu stark zerstört für ein Auslesen der Flugdaten; die Obduktion fand keine medizinische Ursache und keinen Hinweis auf Fremdverschulden.