LS 4-a gerät im niedrigen Kreisflug in steilen Bahnneigungsflug und prallt auf Wiese
Bei einem Überlandflug ab Iserlohn-Sümmern verunglückte der Pilot einer LS 4-a südlich von Nieder-Werbe tödlich; das Segelflugzeug wurde zerstört. Nach gut zwei Stunden Flugzeit sahen Zeugen, wie die LS 4-a in geringer Höhe aus dem Kreisflug in einen sehr steilen Bahnneigungsflug überging und auf Wiesengelände prallte. Die Bodenspuren zeigten einen großen Längsneigungswinkel und hohe Geschwindigkeit; der Streukegel maß rund 40 m. Die Avionikbauteile waren so stark zerstört, dass kein Auslesen möglich war. Anhaltspunkte für eine gesundheitliche Ursache wurden nicht gefunden.
- Windenstart, Überlandflug, Kreisflug: Um 14:35 Uhr startet die LS 4-a im Windenschlepp am Sonderlandeplatz Iserlohn-Sümmern zu einem Überlandflug. Nach rund 2:10 Stunden Flugzeit beobachten Zeugen das Segelflugzeug im Bereich Nieder-Werbe in geringer Flughöhe im Kreisflug.
- Aus Kreisflug in steile Bahnneigung: Aus dem niedrigen Kreisflug bei Nieder-Werbe geht das Segelflugzeug abrupt in einen sehr steilen Bahnneigungsflug über.
- Steiler Sinkflug ohne Abfangen: Das Segelflugzeug setzt den sehr steilen und schnellen Sinkflug fort; eine Abfangbewegung vor dem Bodenkontakt ist nicht erkennbar.
- Aufprall auf Wiesengelände: Südlich Nieder-Werbe prallt das Segelflugzeug auf ein Wiesengelände. Abmessungen und Tiefe der Spuren zeigen großen Längsneigungswinkel und hohe Geschwindigkeit beim Aufprall. Die zerstörten Bauteile verteilen sich in einem Streukegel von rund 40 m Länge. Der Pilot wird tödlich verletzt; das Luftfahrzeug wird zerstört.
- Avionik zerstört; keine med. Ursache: Die sichergestellten Avionikbauteile sind so stark zerstört, dass ein Auslesen der Flugdaten nicht möglich ist. Die Obduktion ergibt Tod durch Aufprallverletzungen; Anhaltspunkte für eine gesundheitliche Ursache oder ein Fremdverschulden finden sich nicht.