B737-800 weicht im IFR-Sinkflug Segelflugzeug aus
Bei einer Beinahe-Kollision im IFR-Anflug auf Nürnberg blieben die Insassen einer Boeing 737-800 und eines unbekannten Segelflugzeugs unverletzt; es entstand kein Schaden. Die Boeing mit 6 Besatzungsmitgliedern und 113 Passagieren näherte sich auf dem Flug Antalya–Nürnberg im Luftraum E. Sie sank durch etwa 1.830 m MSL, als die Besatzung das Segelflugzeug links des Flugwegs im rechten Kurvenflug und steigend erkannte — rund zehn Sekunden vor der Reaktion. Der PIC deaktivierte den Autopiloten, drehte von 300° auf 308° und stoppte den Sinkflug bei etwa 1.890 m MSL. Geringster Abstand: 100 bis 150 m horizontal, 45 bis 60 m vertikal.
- IFR-Sinkflug Richtung Nürnberg: Eine Boeing 737-800 flog IFR von Antalya nach Nürnberg mit 6 Besatzungsmitgliedern und 113 Passagieren und sank nach gestaffelten Radarfreigaben im Luftraum E auf 6.000 ft AMSL.
- Segelflugzeug VFR ohne Transponder: Ein unbekanntes Segelflugzeug operierte VFR im selben Luftraum E im rechten Kurven- und Steigflug; ohne Transponder war es weder auf dem ATC-Radar noch im TCAS der Boeing sichtbar.
- Sichtkontakt ~10 s vor Reaktion: Rund zehn Sekunden vorher sichtete die Besatzung ein steigendes Segelflugzeug leicht links des Flugwegs im rechten Kurvenflug; der PIC beurteilte den Kurs als kollisionsträchtig.
- AP aus, Rechtskurve, Sinkflug stopp: Der PIC deaktivierte den Autopiloten und änderte über das Steuerhorn den Kurs von 300° auf 308°, verringerte die Sinkrate und stoppte den Sinkflug bei etwa 6.200 ft AMSL.
- Abstand ~100–150 m / 45–60 m: Das Segelflugzeug passierte unter der linken Tragfläche; der PIC schätzte den geringsten Abstand auf 100–150 m horizontal und ~45–60 m vertikal, bevor die Boeing regulär in Nürnberg landete.