Cessna im IFR-Sinkflug weicht Segelflugzeug nahe Wolkenuntergrenze aus
Bei einer Beinahe-Kollision nahe Bergheim blieben die Insassen einer Cessna 172 R und eines unbekannten Segelflugzeugs unverletzt; es entstand kein Schaden. Die Cessna im IFR-Trainingsflug sank in IMC Richtung 915 m MSL; der Fluglehrer steuerte, der Schüler bereitete den Anflug vor. Bei einem Frequenzwechsel erkannte der Schüler durch den Wolkenschleier ein von links zukurvendes Segelflugzeug leicht unterhalb. Der Fluglehrer beendete den Sinkflug, leitete Steigflug und Rechtskurve ein und ging bei rund 1.280 m MSL in den Horizontalflug über. Das Segelflugzeug flog ohne Transponder. Der geringste Abstand lag bei 40 bis 60 m.
- IFR-Sinkflug Richtung MGL: Eine Cessna 172 R flog IFR-Training von Köln-Bonn nach Mönchengladbach; der Fluglehrer steuerte, der Flugschüler war mit dem Navigationsgerät befasst. Freigegeben auf 3.000 ft, Kurs Nord.
- Cessna in IMC, Segler unter Wolken: Die Cessna befand sich laut Fluglehrer im Sinkflug in Instrumentenwetterbedingungen, während sich das Segelflugzeug unterhalb der Wolkendecke bei Dunst und Wolkenschleier bewegte.
- Segler ohne Transponder: Das unbekannte Segelflugzeug flog ohne Transponder und erschien nicht auf dem zivilen Radar. Militärradar zeigte später ein Ziel in der Nähe; es konnte nachträglich nicht ermittelt werden.
- Sichtung durch Wolkenschleier: Beim Frequenzwechsel nahm der Flugschüler aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahr; durch den Wolkenschleier erkannte er ein Segelflugzeug, das von links auf Kollisionskurs zukurvte.
- Steigflug + Rechtskurve: Der Fluglehrer beendete den Sinkflug, stieg in einer Rechtskurve und ging in Horizontalflug über, nachdem der Flugschüler frei meldete; er sah rote Streifen an Nase und später Flügelspitzen.
- ~40-60 m Abstand, Landung MGL: Der Lateralabstand am Punkt der größten Annäherung wurde auf etwa 40 bis 60 m geschätzt; keine Verletzungen, kein Schaden. Die Cessna landete planmäßig in Mönchengladbach.