Club Libelle kippt nach plötzlichem Windenstopp in 15-30 m ab
Bei einem Windenstart in Flensburg-Schäferhaus wurde der Pilot einer Club Libelle H 205 schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde schwer beschädigt. Er verfügte über 498 h gesamt; in den letzten 90 Tagen hatte er 25 Windenstarts absolviert, zwölf davon auf Muster. Um 12:23 Uhr startete er auf Piste 29. Beide Windenfahrer berichteten, die Winde stoppte plötzlich; Zeugen sahen, wie sich das Schleppseil in 15 bis 30 m Höhe löste. Die Club Libelle wurde nach rechts versetzt, kippte über die linke Tragfläche ab und schlug 120 m von der Startstelle entfernt auf. Eine Station 9 km NO maß Westwind mit 43 bis 52 km/h; an der Winde keine Mängel.
- Windenstart Piste 29, 12:23 Uhr: Am 18. Juli 2015 um 12:23 Uhr begann der Windenstart der Club Libelle H 205 auf Piste 29 in Flensburg-Schäferhaus an einer Eigenbau-Winde; der Wind kam aus Süd bis Südwest mit etwa 15 kt.
- Winde stoppt plötzlich: Beide Windenfahrer berichteten, der Motor der Eigenbau-Winde sei während des Starts plötzlich gestoppt; ein späterer Probelauf im Beisein der Polizei ergab keine Funktionseinschränkung.
- Schleppseil löst sich in 15-30 m: Zeugen beobachteten, wie sich das Schleppseil in etwa 15-30 m Höhe AGL vom Segelflugzeug löste; Seil, Ausrüstung und die blaue Sollbruchstelle (600 daN ±60) wurden intakt vorgefunden.
- Rechtsversatz, kippt links ab: Die Club Libelle wurde zunächst nach rechts versetzt und kippte anschließend über die linke Tragfläche ab — ein Verlust des kontrollierten Flugs im Anschluss an den Startabbruch.
- Bodenaufschlag, Rumpfbruch: Die Club Libelle schlug etwa 120 m von der Startstelle entfernt auf; der Rumpf brach im Cockpitbereich, das Höhenleitwerk riss vorn rund 20 cm ein. Der Pilot wurde schwer verletzt.