Duo Discus Höhenruder durch lose Schelle blockiert — beim zweiten Flug entdeckt
In Bern-Belp (LSZB) flog ein Duo Discus zwei VFR-Flüge mit Steuerungsproblemen; beide Piloten blieben unverletzt, am Segelflugzeug entstand kein Schaden. Beim ersten Flug kam dem Piloten beim Abfangen der Duo Discus kopflastig vor; das Höhenruder schien wie üblich am Anschlag — eine eingeschränkte Ruderwirkung erkennen weder die visuelle noch die haptische Vorflugkontrolle. Beim zweiten Flug ließ sich die Nase trotz voll gezogenem Höhenruder im Kurvenflug nicht horizontal halten; der Pilot brach ab und landete. Eine lose Schelle mit Ferritkern unter der Sitzwanne blockierte teilweise die Höhenrudersteuerung.
- Erster Flug: Platzeinweisung: Der Duo Discus startete ab Bern-Belp (LSZB) zu einem Platzeinweisungsflug; der eingewiesene Pilot saß hinten, der Fluglehrer vorne.
- Kopflastigkeitsgefühl beim Abfangen: Beim Abfangen spürte der Pilot das Flugzeug als kopflastig; der Vollzug erreichte seinen üblichen Anschlag. Die Landung fiel fester als gewohnt aus. Der Pilot schrieb es damals den Wölbklappen des Musters zu.
- Zweiter Flug, anderer Pilot: Dasselbe Flugzeug wurde einem anderen Piloten übergeben. Nach dem Ausklinken bemerkte auch dieser eine Kopflastigkeit.
- Nase hält Kurve nicht horizontal: Die Nase ließ sich trotz Vollzug in der Kurve nicht horizontal halten. Der Pilot brach den Flug ab.
- Sicher gelandet; Fremdkörper: Landung in Bern-Belp ohne weitere Probleme. Bei der Inspektion wurde eine lose Schelle mit Ferritkern entdeckt, die unter die Sitzschale gefallen war und das Höhenruder-Schubgestänge teilweise blockierte. Visuelle und haptische Ruderproben vor dem Flug können Ausschlagbegrenzungen nicht erkennen; lose Gegenstände können sich im Flug verschieben.