DG-1000S kollidiert mit Stromleitung in tiefer Hangkurve — Aufgabenlast

Bettlachberg, Switzerland DG Flugzeugbau DG-1000S

Bei einer Kollision mit einer Stromleitung am südlichen Jura wurde der Pilot eines DG-1000S schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Nach dem F-Schleppstart in Grenchen (LSZG) und rund 1,5 h Hangflug funkte der Fluglehrer zur Landung. Der Pilot — nur 41 h auf Muster, nichts in den letzten 90 Tagen — flog ein unnötiges 180°-Rechtsmanöver in den Hang in geringer Höhe und beschleunigte auf rund 190 km/h. Auf die Landungsvorbereitung fokussiert blendete er eine ihm bekannte Stromleitung aus; die linke Tragfläche traf sie. Der Flügel wurde abgetrennt, der DG-1000S drehte nach links und prallte in Waldgelände auf. FLARM warnte nicht.

  1. Platzflug ab Grenchen: DG-1000S in 18-m-Konfiguration; Schleppabtow 13:01 ab Grenchen (LSZG) RW 06; Ausklinken nördlich von Bettlach auf ca. 1.400 m AMSL.
  2. Geringe Typenübung DG-1000: Der Pilot hatte 721 h Gesamtflugerfahrung, aber nur 41 h auf dem Muster und keinen Flug in den letzten 90 Tagen. Der letzte DG-1000-Flug war am 21. Juli 2019; üblicherweise flog er historische Segelflugzeuge.
  3. Leitung dem Piloten bekannt: Freihängendes Seil zwischen Wandflue und Bettlachberg ohne Zwischenmasten. Der Pilot hatte kurz zuvor etwa 3 Minuten lang Aufwinde darüber genutzt und dabei ca. 60 m Höhe gewonnen.
  4. Funkanweisung zur Landung: Um 14:35 wies der Fluglehrer am Boden den Piloten per Funk an, auf RW 24 zu landen (Windwechsel).
  5. Aufmerksamkeit auf Landung gelenkt: Der Pilot nannte ATIS-Abhören, englischen Sprechfunk mit dem Tower und die Vermeidung des Parabox-Gebiets als Ablenkungen, die seine Aufmerksamkeit vom Hangbereich weggelenkt hatten.
  6. 180°-Rechtskurve in den Hang: Der Pilot drehte in geringer Höhe über der Ängloch-Kante nach rechts — entgegen seinem bisherigen Muster, vom Hang wegzukurven — und beschleunigte im sinkenden Geradeausflug auf ca. 190 km/h.
  7. Linke Fläche trifft Stromleitung: Die linke Tragfläche kam mit dem freihängenden Seil auf ca. 1.340 m AMSL in Berührung; das äußere linke Flächenteil trennte sich ab.
  8. Gieren links, Einschlag im Wald: Das Segelflugzeug gierte nach links und prallte in steilem bewaldetem Gelände auf. Das Flugzeug wurde zerstört; der Pilot wurde schwer verletzt. FLARM warnte nicht — die Leitung fehlte in der geladenen alpenweiten Hindernisdatenbank (die detaillierte Schweizer Datenbank hätte gewarnt).
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