Discus-2T Abkippen in Endanflugkurve — wenig Mustererfahrung, Triebwerk draußen
Beim Eindrehen in den Endanflug wurde der Pilot eines Discus-2T schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Er hatte zwei Jahre zuvor eine Einweisung auf das Muster erhalten, danach jedoch nur sehr wenig geflogen. Nach Windenstart und drei Kreisflügen unter Triebwerk schaltete er den Motor ab und glaubte, das Triebwerk sei eingefahren — Zeugen sahen, dass es noch ausgefahren war. In etwa 50 m über Grund leitete er die Rechtskurve in den Endanflug ein; der Discus-2T kippte plötzlich nach rechts ab und prallte auf.
- Windenstart-Übungsflug: Der Pilot begann einen Übungsflug, um Erfahrung auf dem Discus-2T zu sammeln, mit einem Windenstart von Schnuckenheide-Repke und stieg auf ca. 400 m GND.
- Geringe Mustererfahrung: Der Pilot hatte lediglich zwölf Minuten Vorerfahrung auf dem Discus-2T, mit einer Einführung zwei Jahre zuvor.
- Triebwerk nicht eingefahren: Nach dem Einsatz des Turbotriebwerks und in der Überzeugung, es vollständig abgestellt und eingefahren zu haben, flog der Segler weiter mit noch teilweise ausgefahrenem Triebwerk, wie Zeugen später beobachteten.
- Tiefe Kurve in den Endanflug: In etwa doppelter Baumhöhe – ca. 50 m GND über der Platzmitte – leitete der Pilot eine Rechtskurve vom Queranflug in den Endanflug zu Piste 29 ein, relativ niedrig über nahegelegenen Bäumen.
- Plötzlicher Kontrollverlust: Während der Rechtskurve in den Endanflug rollte und gierte der Segler abrupt nach rechts und sank steil ab – vereinbar mit einem plötzlichen Strömungsabriss oder Kontrollverlust in geringer Höhe.
- Unfall – Pilot schwer verletzt: Der Segler traf nahezu senkrecht auf der Platzmitte auf, zerstörte das Flugzeug und verletzte den Piloten schwer.