A320 / G102 Annäherung — Transponder am Segelflugzeug inaktiv im Luftraum E
Bei einer Annäherung im Luftraum E im Anflug auf Memmingen blieben die Insassen eines Airbus A320 und der Flugschüler eines Grob G102 unverletzt; es entstand kein Schaden. Der A320 (IFR) und der G102 (Schulungsflug, Flugschüler) kamen sich mit nur 0,247 NM seitlich und 100 bis 150 m vertikal näher. Der G102 kreiste ohne aktiven Transponder — unsichtbar für die Flugsicherung und das ACAS des A320. Der Schüler bemerkte einen sich nähernden Landescheinwerfer, beendete den Kreis, flog im rechten Winkel weg und leitete einen Sinkflug ein. Die Besatzung des A320 erfasste den G102 in rund 1.310 m, schaltete den Autopiloten ab und stieg kurz an.
- Einweisungsflug in Thermik: Ein Schülerpilot führte in einem Grob G102 einen Übungsflug im Segelfluggelände Bad Wörishofen durch und kreiste links in einem Aufwind.
- Kein Transponder aktiv: Die G102 flog ohne aktiven Transponder und war damit weder auf den Radaranzeigen der Flugsicherung für die IFR-Staffelung noch im ACAS des A320 sichtbar.
- IFR-Jet im Anflug: Ein IFR-Airbus A320 auf Radarvektoren für den ILS-Anflug auf Memmingen sank auf ca. 1.300 m MSL in die Nähe der kreisenden G102 im Luftraum E.
- Segler leitet Ausweichkurve ein: Nachdem der Pilot einen Lichtkegel wahrnahm und den A320 leicht oberhalb auf Kollisionskurs erkannte, beendete er seine Linkskurve, flog nordostwärts ab und leitete einen Sinkflug ein.
- A320 leitet Steigflug ein: Nachdem die A320-Besatzung den Segler visuell erfasste, schaltete sie den Autopiloten ab und stieg kurz manuell, wobei sie die G102 in Sekunden ohne Seitenausweichen überquerte.
- Sicher gelandet: Die beiden Luftfahrzeuge passierten mit einem radargemessenen Mindestabstand von 0,247 NM und etwa 100–150 m vertikal; beide setzten ihre Flüge fort und landeten sicher.