DG-400 kippt nach erstem Eigenstart mit ausgefahrenem Klapptriebwerk ab
Beim ersten Eigenstart nahe Mönchsheide wurde der Pilot einer DG-400 schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Es war sein erster Eigenstart auf dem Muster: 46 Minuten aus zwei F-Schlepps, seine elf bisherigen Eigenstarts hatte er auf Doppelsitzern absolviert. Er startete um 13:24 Uhr von der Graspiste 28. In der Mitte des Gegenanflugs schaltete er das Klapptriebwerk in rund 450 m AGL ab, fuhr es jedoch nicht ein. Nordwestlich des Platzes wurde die DG-400 scheinbar zu langsam geflogen. Aus etwa 150 m kippte sie nach rechts ab und stürzte nahezu senkrecht in den Wald östlich des Flugplatzes. Technische Mängel lagen nicht vor.
- Eigenstart Piste 28, Erstflug Muster: Der Pilot begann seinen ersten Eigenstart auf dieser DG-400 von einer Graspiste eines Segelfluggeländes mit 672 ft AMSL Platzhöhe; das Luftfahrzeug war zuvor betankt worden.
- 46 Min Muster, Eigenstart-Novize: Der Pilot hatte wenig aktuelle Flugpraxis und nur 46 Minuten auf der DG-400; seine bisherigen Eigenstarts waren nur auf Doppelsitzern erfolgt, dies war sein erster auf einem Einsitzer.
- Triebwerk aus, nicht eingefahren: Eigenstart und Steigflug verliefen laut Zeugen unauffällig. Etwa in der Mitte des Gegenanflugs schaltete er das Triebwerk ab, fuhr es aber nicht ein; es erzeugte weiter Widerstand.
- Scheinbar zu langsam NW des Platzes: Nach mehreren Streckenabschnitten mit Höhenverlust nordwestlich des Platzes beobachteten Zeugen, dass die DG-400 dort mit scheinbar zu langsamer Geschwindigkeit geflogen wurde.
- Abkippen nach rechts aus ca. 150 m: Aus rund 150 m AGL kippte die DG-400 nach rechts ab und ging in einen sehr steilen, nahezu senkrechten Bahnneigungsflug in Richtung des Waldgebietes östlich des Flugplatzes über.
- Senkrechter Aufprall im Wald: Die DG-400 schlug nahezu senkrecht im Wald auf; die linke Tragfläche brach beim ersten Baumkontakt ab, das Luftfahrzeug kam auf dem Rücken zum Liegen, der Pilot wurde schwer verletzt.