ASW 19 bleibt beim Windenstart im Bewuchs hängen und dreht sich in Rückenlage
Bei einem Windenstart in Pinnow wurde der Pilot einer ASW 19 B schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde schwer beschädigt. Er verfügte über 250 Flugstunden und sollte auf das Muster eingewiesen werden — es war sein zweiter Flug nach einem vorherigen von zwölf Minuten. Gegen 13:33 Uhr berührte beim Anrollen auf Piste 01 die rechte Tragfläche den Boden und blieb im etwa 40 cm hohen Bewuchs hängen; die Startstrecke war nur auf den ersten 40 m kurz gemäht. Der Rumpf hob ab, die ASW 19 drehte sich um die Längsachse und schlug 139 m vom Startpunkt in Rückenlage auf, rund 20 m östlich der Windenschleppstrecke.
- Windenstart Piste 01, 13:33 Uhr: Gegen 13:33 Uhr begann der Pilot am 7. Juni 2015 auf der Piste 01 des Sonderlandeplatzes Pinnow einen Windenstart in einer ASW 19 B. Der Wind kam mit 6 kt aus westlicher Richtung; die Winde steht in der Verlängerung der Piste 01, so dass die tatsächliche Startrichtung etwa 10° nach Westen gedreht ist und ungefähr nach Norden weist.
- Einweisung, 2. Flug auf ASW 19: Der Pilot besaß eine Segelfluglizenz mit 250 Flugstunden Gesamterfahrung und 4:55 Stunden in den letzten 90 Tagen. Er sollte auf das Muster ASW 19 eingewiesen werden; der Unfallflug war sein zweiter Flug auf dem Muster nach einem vorherigen Flug von zwölf Minuten.
- 40 m gemäht, dahinter 40 cm Bewuchs: Die Startstelle war nur auf den ersten rund 40 m vom Startpunkt aus kurz gemäht; dahinter hatte der Bewuchs entlang der Startstrecke eine Höhe von etwa 40 cm.
- Rechte Tragfläche bleibt hängen: Während des Anrollens beobachteten Zeugen, wie die rechte Tragfläche den Boden berührte und im etwa 40 cm hohen Bewuchs neben dem gemähten Bereich hängenblieb.
- Aufschlag in Rückenlage bei 139 m: Mit der zurückgehaltenen rechten Tragfläche hob der Rumpf ab, die ASW 19 B drehte sich um die Längsachse und prallte in Rückenlage auf den Boden. Sie kam 139 m vom Startpunkt entfernt zum Liegen, rund 20 m östlich der Windenschleppstrecke und etwa 30° zur Startrichtung gedreht. Die linke Tragfläche brach in Höhe des Querruders, die Endleiste platzte auf etwa 70 cm Länge auf; der Leitwerksträger wies auf der Unterseite einen rund 1,80 m langen Riss auf, der Cockpitbereich brach mehrfach. Der Pilot wurde schwer verletzt.