Windenstart: Mosquito 303 überzieht nach Wiederaufsetzen und steilem Aufrichten
Bei einem Windenstart in Beilngries wurde der Pilot einer Glasflügel Mosquito tödlich verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Nach normalem Anschleppen hob die Mosquito ab, gewann jedoch keine Höhe und setzte rund 50 m später wieder auf. Daraufhin zog der Pilot kräftig am Höhenruder; die Mosquito hob erneut ab und ging in eine sehr steile Steigfluglage über. In etwa 20 m AGL kam es zum Strömungsabriss, die Mosquito kippte über die linke Tragfläche ab und schlug rund 250 m vom Startpunkt nahezu senkrecht auf. Es war der erste Windenstart des Piloten auf dem Muster bei rund 86 Stunden Gesamterfahrung.
- Windenstart RWY 28 Beilngries: Am 21. Mai 2013 begann eine Glasflügel 303 Mosquito einen Windenstart auf Piste 28 in Beilngries. Der Wind war leicht aus West; Zeugen beschrieben das Anschleppen als normal.
- Erster Windenstart, wenig Erfahrung: Der Unfallflug war der erste Windenstart des Piloten auf der Mosquito; zuvor war er das Muster nur wenige Male im Flugzeugschlepp geflogen, rund zwei Jahre zuvor.
- Kein Höhengewinn, setzt wieder auf: Nach dem Abheben gewann die Mosquito keine Höhe und setzte rund 50 m nach dem Abheben wieder auf, vermutlich weil der Pilot stark nachdrückte, um eine steile Steigfluglage zu vermeiden.
- Kräftiges Ziehen, steiler Steigflug: Unter dem Eindruck des ungeplanten Aufsetzens zog der Pilot wahrscheinlich kräftig am Höhenruder. Die Mosquito hob erneut ab und nahm noch unter Windenzug eine sehr steile Steigfluglage ein.
- Strömungsabriss in 20 m AGL: In etwa 20 m AGL riss die Strömung am Tragflügel ab. Die Mosquito kippte über die linke Tragfläche ab; die Höhe reichte nicht aus, um den Flugzustand wieder zu beherrschen.
- Nahezu senkrechter Aufschlag: Die Mosquito schlug rund 250 m vom Startpunkt entfernt nahezu senkrecht auf. Das Cockpit wurde zerstört, der Pilot tödlich verletzt; technische Mängel wurden nicht festgestellt.