LAK-19 im Windenstart: steiler Anstieg, Pendeln, Abkippen aus 30-40 m
Bei einem Windenstart in Bohmte-Bad Essen wurde der Pilot eines LAK-19 tödlich verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Mit rund 80 l Wasserballast und an der Elektrowinde startete der LAK-19 zum zweiten Start eines Wettbewerbstages in Startrichtung 28. Zeugen sahen, wie das Segelflugzeug nach dem Abheben in geringer Höhe einen sehr steilen Steigwinkel einnahm und um die Hochachse pendelte. Aus 30 bis 40 m kippte der LAK-19 über die rechte Tragfläche ab und prallte rund 170 m von der Startstelle fast senkrecht auf. Die geprüften Steuerverbindungen waren intakt; der Pilot besaß rund 900 Flugstunden, davon eine auf dem Muster.
- Windenstart mit ~80 l Wasserballast: Um 12:55 Uhr startet der LAK-19 beim zweiten Start eines Segelflugwettbewerbstages in Bohmte-Bad Essen (EDXD) auf der Elektrowinde in Startrichtung 28 mit rund 80 l Wasserballast.
- Steiler Steigwinkel kurz nach Abheben: Unmittelbar nach dem Abheben sehen Zeugen, wie das Segelflugzeug in geringer Flughöhe am Seil einen sehr steilen Steigwinkel einnimmt.
- Pendelbewegungen um die Hochachse: Im weiteren Steigen führt der LAK-19 leichte Pendelbewegungen um die Hochachse aus.
- Abkippen über rechte Tragfläche, 30-40 m: Aus etwa 30 bis 40 m Höhe kippt das Segelflugzeug über die rechte Tragfläche ab.
- Aufprall fast senkrecht, 170 m vom Start: Rund 170 m von der Startstelle prallte der LAK-19 fast senkrecht auf die Graspiste; die rechte Tragfläche berührte zuerst den Boden. Der Pilot wurde tödlich verletzt.
- Keine Mängel; geringe Musterzeit: Die Steuerverbindungen für Quer- und Höhenruder ließen sich prüfen; technische Mängel wurden nicht festgestellt, alle Brüche ordnete die Untersuchung dem Aufprall zu.