ASG-32-Pilot verwechselt bei der Einweisung Brems- und Wölbklappenhebel
Beim zweiten Einweisungsflug in Montricher (LSTR) blieben beide Insassen eines ASG 32 unverletzt; das Segelflugzeug wurde erheblich beschädigt. Der Pilot hatte 0:34 h auf Muster und keine Wölbklappenerfahrung, ein FI(S) flog mit. Im Endanflug betätigte der Pilot statt der Bremsklappen den daneben liegenden Wölbklappenhebel und stellte die Klappen auf Position L. Geschwindigkeit und Anfluglänge wuchsen; nach rund zwei Dritteln der Piste fuhr der Fluglehrer die Bremsklappen aus. Beim Abfangen in rund 1 m wurde der vermutlich nicht eingerastete Wölbklappenhebel losgelassen, die Klappen fuhren ein und der ASG 32 sank rasch. Das Fahrwerk brach.
- 2. ASG-32-Einweisungsflug: Der Pilot (SPL, motorflugzeuggeschult, neu auf Klappen-Segelflugzeugen) flog mit einem FI(S) an Bord; Landung in Montricher.
- Benachbarte Hebel links: Bremsklappen- und Wölbklappenhebel befinden sich eng nebeneinander auf der linken Seite und haben ähnliche Griffformen.
- Bremsklappe/Wölbklappe verwechselt: Im Endanflug betätigte der Pilot in der Absicht, die Bremsklappen auszufahren, den Wölbklappenhebel und stellte die Wölbklappen auf Position L.
- Zu hoch/schnell, keine Bremsklappen: Ohne den Widerstand der Bremsklappen nahmen Geschwindigkeit und Anfluglänge zu; der Pilot überprüfte die Hebelauswahl nicht visuell.
- Fluglehrer öffnet Bremsklappen: Nachdem etwa zwei Drittel der Landebahn überflogen waren, erkannte der Fluglehrer die Situation und fuhr die Bremsklappen aus.
- Wölbklappe in Bodennähe gelöst: In ca. 1 m Höhe wurde der Wölbklappenhebel – der vermutlich gehalten statt eingerastet in Position L war – losgelassen, was zu einem plötzlichen Einfahren der Wölbklappen und raschem Sinken führte.
- Harte Landung, Fahrwerk versagt: Das Fahrwerk versagte; die Zelle wurde erheblich beschädigt. Beide Insassen blieben unverletzt.