Bergfalke IV klinkt nach Windenproblem bei 10 m aus und schlägt hart auf
Bei einem Windenstart in Gardelegen wurden beide Insassen eines Bergfalke IV schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde schwer beschädigt. Der Gastverein hatte eine Sechs-Trommel-Schleppwinde Busio zum Fliegerlager mitgebracht. Gegen 17:00 Uhr startete der Bergfalke IV von Piste 27 an der Winde; in etwa 10 m Höhe nahm der Pilot nachlassenden Seilzug wahr und klinkte aus. Eine Schlaufe des Dyneema-Seils war über die Trommelflanke gesprungen und hatte die durchgehende Achse aller sechs Trommeln blockiert. Der Bergfalke setzte zweimal hart auf, machte einen Ringelpietz und kam 400 m hinter der Startstelle entgegen der Startrichtung zum Stehen.
- Windenstart Piste 27, ~17:00 Uhr: Der Bergfalke IV begann einen Windenstart von Piste 27 in Gardelegen; der Gastverein wickelte den Start mit seiner mitgebrachten Sechs-Trommel-Winde Busio für ein Fliegerlager ab.
- Seilschlaufe umwickelt Windenachse: Eine Schlaufe des Dyneema-Seils war über die Trommelflanke gesprungen und hatte die Antriebsachse aller sechs Trommeln umwickelt, blockierte sie und minderte den Zug an der aktiven Trommel.
- Seilzug lässt bei ~10 m nach: Nachdem der Bergfalke IV im Anfangssteigflug etwa 10 m AGL erreicht hatte, nahm der Pilot wahr, dass der Zug des Windenseils deutlich nachließ.
- Ausklinken bei ~10 m: Als Reaktion auf den nachlassenden Windenzug klinkte der Pilot das Schleppseil in etwa 10 m Höhe über der Piste aus.
- Zwei harte Aufsetzer, ½ Ringelpietz: Nach dem Ausklinken setzte der Bergfalke IV zweimal hart auf, drehte sich am Boden halb um die Hochachse und kam etwa 400 m hinter der Startstelle entgegengesetzt zum Stehen.
- Schwerer Schaden, beide verletzt: Die Rumpfunterseite war bis zum Hauptrad eingedrückt; beide Tragflächen zeigten ~15 cm Risse am Bremsklappenkasten, Höhenruder- und Bremsklappengestänge beschädigt. Beide schwer verletzt.