G 103 Twin II zu tief im Anflug: Außenlandung und Ringelpietz im Getreidefeld
Bei einer Außenlandung nahe Windisch Bockenfeld wurde der Flugschüler eines G 103 Twin II schwer verletzt, der Fluglehrer blieb unverletzt; das Segelflugzeug wurde erheblich beschädigt. Nach dem Übungsflug flog die Besatzung verkürzt auf Piste 08 an; der Wind war böig aus 090° mit 37 km/h. Im Endanflug reichte die Höhe nicht, um den Wald vor der Piste zu überfliegen. Bei rund 70 m und etwa 200 m vor dem Wald leitete der Fluglehrer eine Rechtskurve zur Außenlandung ein. Die Landung in einem Getreidefeld mit 60 bis 70 cm Bewuchs geriet hart; der G 103 drehte sich etwa 180°.
- Übungsflug ab Leuzendorf: Windenstart in Leuzendorf um 11:24 Uhr auf ~390 m Höhe; rund eine Stunde Übungsflug westlich des Geländes, anschließend Rückflug zum Platz.
- Böiger Wind 090°/20 kt: Stark böiger Wind aus 090° mit bis zu 20 kt erschwert den Anflug auf Piste 08 und erhöht die erforderliche Anflughöhe zur Hindernisfreiheit.
- Zu tief im Endanflug, Wald voraus: Nach verkürztem Gegenanflug direkt in den Endanflug auf Piste 08 erkennt der Fluglehrer, dass die Anflughöhe nicht ausreicht, um den vorgelagerten Wald zu überfliegen.
- Außenlandungsentscheidung bei ~70 m: Bei etwa 70 m Höhe und rund 200 m vor dem Wald leitet der Fluglehrer eine Rechtskurve nach Süden ein und entscheidet sich zur Außenlandung auf einem Feld.
- Harte Landung im hohen Bewuchs: Die Landung in einem Getreidefeld mit 60–70 cm Bewuchs erfolgt hart; das Segelflugzeug dreht anschließend in einem Ringelpietz rund 180° um die Hochachse.
- Großer Schaden, Schüler schwer verletzt: Schwere Schäden an Tragflächen, Fahrwerk und Haube; die hintere Rumpfröhre bricht rund 40 cm hinter dem Kennzeichen ab. Flugschüler schwer verletzt, Fluglehrer unverletzt. Keine technischen Mängel festgestellt.