ASK 23 F-Schlepp-PIO durch kopflastige Trimmung — zu später Startabbruch

Zweisimmen, Switzerland Alexander Schleicher ASK 23

Bei einem F-Schlepp in Zweisimmen blieb der Pilot einer ASK 23 unverletzt; das Segelflugzeug wurde schwer beschädigt. Auf Piste 35 startete die ASK 23 hinter einem Robin DR 400. Der 62-jährige Pilot hatte 972 h gesamt, aber nur 11 F-Schlepp-Starts in 24 Monaten — überwiegend Windenstart-Hintergrund — und die Höhenrudertrimmung stand kopflastig. Die ASK 23 rotierte schlagartig und geriet in eine PIO mit zwei Aufsetzern. Nach dem Abheben des Schleppflugzeugs sank die ASK 23, setzte erneut auf und ging in eine zweite PIO mit zunehmend härteren Aufschlägen über; erst danach klinkte der Pilot aus.

  1. F-Schlepp von Zweisimmen, Piste 35: ASK 23 B um 15:52 Uhr hinter Robin DR 400 im F-Schlepp (55 m Seil, Bugseilhaken). Wind W-NW 15 km/h.
  2. Geringe F-Schlepp-Erfahrung: 62-jähriger Pilot mit 972 h Gesamtflugzeit; nur 11 F-Schlepp-Starts in den letzten 24 Monaten, letzter Flug auf dem Muster Juli 2019. Schwerpunkt vorwiegend auf Windenstart.
  3. Kopflastige Höhenruder-Trimmung: Höhenruder-Trimmung auf kopflastig eingestellt — eine beim Windenstart übliche Konvention in der Betreiberschule. Das Flughandbuch enthält keine spezifische Empfehlung für den F-Schlepp.
  4. Abrupter Abhebepunkt und erste PIO: Das Segelflugzeug drehte scharf ab und hob ab; unmittelbar danach setzte eine Nick-Pendelschwingung mit zwei Bodenberührungen ein.
  5. Zweite PIO mit harten Aufschlägen: Das Schleppflugzeug stieg nun; das Segelflugzeug sank, berührte erneut den Boden und geriet in eine zweite Nick-Pendelschwingung. Die Aufschläge wurden zunehmend härter — Flügeldurchbiegung sichtbar, Einschlagspuren auf der Piste.
  6. Seilklinken (zu spät): Der Pilot klinkte das Seil zum Startabbruch aus — laut SUST war die Entscheidung sicherheitsbewusst, aber zu spät, da sich Nick-Pendelschwingungen rasch aufschaukeln.
  7. Schwere Schäden, Pilot unverletzt: Nach dem Ausklinken stieg das Segelflugzeug steil an (Höhenruder-Vorlaufbereich durch Rumpfschäden begrenzt), erreichte ca. 20 m AGL am Pistenende, dann kippte die Nase und das Segelflugzeug landete auf einer Wiese hinter der Piste. Luftfahrzeug schwer beschädigt; Pilot unverletzt. Das Schleppflugzeug führte einen normalen Platzrundenflug durch.
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