Discus-2b Aussenlandung — späte Rückkehr, 30 km/h zu schnell, Ringelpietz

Bumbach, Switzerland Schempp-Hirth Discus-2B

Bei einer Außenlandung in Bumbach blieb der Pilot eines Discus-2b unverletzt; eine Flügelspitze des Segelflugzeugs wurde leicht beschädigt. Der Pilot erkannte das Feld mit 500 m Überhöhung, flog dennoch weiter auf Thermiksuche und kehrte mit nur rund 170 m zurück. Die Endanflugkurve flog er mit über 45° Querlage; die Aufsetzgeschwindigkeit lag etwa 30 km/h zu hoch. Auf nassem Gras mit schwacher Bremswirkung konnte er nicht anhalten und führte rund 20 m vor einer Holzhütte einen absichtlichen Ringelpietz aus; die rechte Flügelspitze traf die Wand.

  1. Streckenflug mit Discus-2b: Während eines Streckenflugs von Saanen nach Schänis flog der Discus-2b auf der Nordseite des Hohgant bei nachlassenden Bedingungen und sinkendem Fahrtprofil.
  2. Zu späte Entscheidung zur Rückkehr: Nachdem der Pilot das gewählte Außenlandefeld bei Bumbach mit ca. 500 m überschüssiger Höhe überflogen und weitere 5 km in ein Sinkgebiet hineingeflogen war, entschied er sich sehr spät zur Rückkehr zum Feld — bereits am Rand des Entscheidungstrichters.
  3. Geringe Höhe über dem Feld: Infolge der späten Entscheidung und des herrschenden Sinkens erreichte das Segelflugzeug das Außenlandefeld mit nur noch ca. 170 m Höhe darüber, was kaum Zeit ließ, eine reguläre Platzrunde im anspruchsvollen Gelände zu planen.
  4. Unregelmäßige Platzrunde: Der Pilot flog eine unregelmäßige Platzrunde mit mehreren Kurven, darunter eine enge Kurve von Quer- auf Endanflug mit Querneigungen über 45°, was die Arbeitsbelastung und die Anflugkomplexität erhöhte.
  5. Hohe Anfluggeschwindigkeit, nasse Piste: Endanflug und Ausleitung wurden mit ca. 125 km/h geflogen — rund 30 km/h über der empfohlenen Geschwindigkeit — auf einem nassen Grasfeld, das die Bremswirkung des Hauptrads verminderte und den Landerollweg erheblich verlängerte.
  6. Absichtlicher Ringelpietz: Da das Segelflugzeug vor einer Holzhütte am Ende des 200 m langen Feldes nicht zum Stehen kommen würde, rollte der Pilot das Segelflugzeug absichtlich nach links, um mit der Flügelspitze zu bremsen und einen Ringelpietz einzuleiten — um einen frontalen Zusammenstoß zu vermeiden.
  7. Außenlandung mit Sachschaden: Das Segelflugzeug rutschte seitwärts, und die rechte Flügelspitze traf die Seitenwand der Holzhütte, was leichte Flügelschäden verursachte und ein Fenster zerstörte; der Pilot und Dritte blieben unverletzt.
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