SB-5E V-Leitwerks-Flattern bei tiefem Hangüberflug — Leitwerk reißt ab

Cross Fell, United Kingdom Akaflieg Braunschweig SB-5E glider

Bei einem Hangflug am Cross Fell wurde der Pilot eines SB-5E schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Der 15-jährige Pilot mit 69 h gesamt und 2 h auf Muster flog allein am Hang. Nach zwei tiefen Überflügen hinter der Luvkante des Gipfels in rund 30 m über Grund — der zweite mit 157 bis 176 km/h über Grund, zwischen VRA und VNE — geriet das V-Leitwerk in divergentes Flattern und riss innerhalb etwa drei Sekunden ab. Der SB-5E kippte nach vorn ab und fiel senkrecht unter den Gipfel. Cockpit-Aufkleber und Fahrtmesser zeigten seit Import 1981 eine um 19 km/h zu hohe Rauluftgrenze; die Hangflug-Einweisung war begrenzt.

  1. Soloflug am Hang beim Vereinsbesuch: 15-jähriger Pilot (69 h Gesamtflugzeit, 2 h auf dem Muster) besuchte mit einer Gruppe seines Heimatvereins einen Verein in der Nähe von Penrith; Windenstart und Steigflug in Thermik auf ca. 915 m, dann Überflug zum Cross-Fell-Kamm.
  2. Kaum formale Hangflugausbildung: Der Pilot hatte Kontrollflüge mit dem CFI absolviert, jedoch keine formale Hangflugeinweisung im Flug erhalten; praktisches Hangflugwissen war informell von einem anderen 15-Jährigen der Gruppe weitergegeben worden.
  3. Falsches Rough-Air-Schild im Cockpit: Das Cockpit-Schild und die Markierungen am Fahrtmesser wiesen eine Rüttelfluglimit-Geschwindigkeit aus, die 18 km/h zu hoch war; der Fehler bestand seit dem Import des Segelflugzeugs 1981.
  4. Tiefpass mit 158–176 km/h GS: Bei einem zweiten Tiefpass hinter der luvwärtigen Kante des Gipfels in ca. 30 m AGL betrug die Bodengeschwindigkeit 158–176 km/h — zwischen dem Rüttelfluglimit und VNE.
  5. Divergentes V-Leitwerks-Flattern: Video zeigt beide V-Leitwerks-Flächen in Schwingung, die Ruddervators nacheilend zur festen Struktur. Die Amplitude wuchs über ca. 3 Sekunden.
  6. Leitwerk reißt vom Rumpf: Das gesamte Leitwerk brach vom Rumpf, hielt nur noch durch verdrehte Steuergestänge. Das Segelflugzeug kippte mit der Nase nach unten, zuerst mit dem rechten Flügel.
  7. Senkrechter Aufprall unterhalb Gipfel: Das Luftfahrzeug fiel senkrecht unterhalb des Gipfelniveaus auf den Boden und schlug ca. 170 m nordwestlich des Cross-Fell-Trig-Punkts auf. Luftfahrzeug zerstört; Pilot schwer verletzt. Das AAIB weist zudem auf Konstruktionsmerkmale hin, die gegenüber aktuellen Standards anfälliger für Flattern sind.
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