Pégase 101 A Schüleralleinflug — Bremsklappen beim Ausklinken offen, Strömungsabriss
Bei einem Schüler-Alleinflug ab Montricher (LSTR) wurde der Flugschüler einer Centrair 101 A Pégase tödlich verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Mit 55 h gesamt und nur 2 h auf Muster (vier Starts, alle am Unfalltag) startete er im F-Schlepp. Die Bremsklappen waren während des Schlepps offen; der Schüler klinkte nach einem Aufwind aus. Die Bremsklappen blieben offen, und die Pégase sank rund zwei Minuten ungewöhnlich schnell. Ein letztes Hochziehen vor den Baumwipfeln führte zum Strömungsabriss; der Aufschlag erfolgte im Wald 8 km nördlich von Montricher in etwa 1.095 m AMSL.
- Schüleralleinflug, Dauerübung: Pégase 101 A um 15:46 Uhr ab Montricher (LSTR) per Schlepp gestartet; 3. Flug des Schülers an diesem Tag (1. Flug: ASK 21 mit Fluglehrer; 2. Flug: 1:22 Stunden Alleinflug auf der Pégase, mit Nachbesprechung).
- Erste Flüge auf dem Muster: Der Schüler hatte 55 Stunden Gesamterfahrung, davon nur 2 Stunden auf der Pégase – alle vier Starts auf dem Muster fanden am selben Tag statt.
- Bremsklappen im Schlepp geöffnet: Der Schüler öffnete die Bremsklappen zur Steuerung der Schleppseillast, nachdem der Verband eine Thermik passiert hatte. Hohe Arbeitsbelastung durch empfindliche Steuerführung.
- Bremsklappen nach Ausklinken offen: Beim Ausklinken blieben die Bremsklappen ausgefahren – vergessen oder durch ungesicherten Hebel aufgesaugt.
- Schnelles Sinken mit Bremsklappen: Das Segelflugzeug sank schnell mit geöffneten Bremsklappen. Laut SUST-Analyse schrieb der Schüler das Sinken wahrscheinlich äußeren Ursachen zu (Tunnelblick-Dynamik, während sich der Boden näherte).
- Abfangen, Strömungsabriss: Das abschließende Abfangen kurz vor den Baumwipfeln löste in geringer Höhe einen Strömungsabriss aus.
- Aufprall im Wald, 1.095 m MSL: Absturz in einem Wald 8 km nördlich von Montricher (Mont-la-Ville, VD); Schüler tödlich verletzt; Luftfahrzeug zerstört.