Schüler klinkt Pégase 101 A mit offenen Bremsklappen aus, überzieht beim Hochziehen
Bei einem Dauerflug im Alleinflug ab Montricher (LSTR) wurde der Flugschüler eines Centrair 101 A Pégase tödlich verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Der F-Schlepp erfolgte mit offenen Bremsklappen; der Schüler klinkte nach einem Aufwind aus. Die Bremsklappen blieben offen, und der Pégase sank rund zwei Minuten ungewöhnlich schnell. Ein letztes Hochziehen vor den Baumwipfeln führte zum Strömungsabriss; der Aufschlag erfolgte im Wald rund 8 km nördlich von Montricher in etwa 1.095 m MSL. Als zentral galten die geringe Mustererfahrung und die nach dem Ausklinken nicht eingefahrenen Bremsklappen.
- Schüleralleinflug, Dauerübung: Der Pégase 101 A startete um 15:46 Uhr in Montricher (LSTR) im Schlepp zum dritten Flug des Schülers an diesem Tag (zuvor Kontrollflug auf ASK 21 mit Lehrer, dann 1 h 22 min solo auf dem Pégase).
- Erste Flüge auf dem Muster: Alle Flüge des Schülers auf dem Pégase fanden am Unfalltag statt.
- Bremsklappen im Schlepp geöffnet: Der Schüler öffnete die Bremsklappen zur Steuerung der Schleppseillast, nachdem der Verband eine Thermik passiert hatte. Hohe Arbeitsbelastung durch empfindliche Steuerführung.
- Bremsklappen nach Ausklinken offen: Beim Ausklinken blieben die Bremsklappen ausgefahren – vergessen oder durch ungesicherten Hebel aufgesaugt.
- Schnelles Sinken mit Bremsklappen: Das Segelflugzeug sank mit geöffneten Bremsklappen schnell, und der Schüler schrieb das Sinken vermutlich äußeren Ursachen statt den Bremsklappen zu.
- Abfangen, Strömungsabriss: Das abschließende Abfangen kurz vor den Baumwipfeln löste in geringer Höhe einen Strömungsabriss aus.
- Aufprall im Wald, 1.095 m MSL: Absturz in einem Wald 8 km nördlich von Montricher (Mont-la-Ville, VD); Schüler tödlich verletzt; Luftfahrzeug zerstört.