Flugschüler verliert auf erstem LS-1f-Schulflug 230 m in 24 s, fällt in Wald
Beim Erstflug auf Muster nach Windenstart in Löchgau wurde der Flugschüler einer LS 1f leicht verletzt; das Segelflugzeug wurde schwer beschädigt. Mit 30 Flugstunden flog er das Muster erstmals. Nach dem Ausklinken auf etwa 550 m MSL stieg er in Thermik auf 870 m, kehrte zum selben Aufwind zurück und drehte dreizehn Kreise im Band 500 bis 600 m MSL. Anschließend zeichnete der Flugrechner in 24 s einen Höhenverlust von 230 m auf (etwa 9,6 m/s). Die LS 1f schlug mit rund 60° Längsneigung im Wald auf; Bäume bremsten den Aufprall. Der Trimmhebel war kopflastig eingestellt; an der Steuerung wurden keine Mängel festgestellt.
- Windenstart Piste 09, erstes Muster: Gegen 12:00 Uhr Ortszeit am 29. Mai 2014 begann der Flugschüler in einer LS 1f einen Windenstart von der Piste 09 in Löchgau zu einem Schulflug — sein erster Start auf diesem Muster.
- 30 h gesamt, erster LS-1f-Flug: Am Wochenende vor dem Unfall war der Flugschüler theoretisch in die LS 1f eingewiesen worden; der Unfallflug war sein erster Start auf diesem Muster.
- Thermik bis 870 m, zurück zum Bart: Nach dem Ausklinken bei ~550 m flog der Flugschüler nach Süden und kreiste links bis auf rund 870 m, dann nach Westen und Nordwesten, bevor er zum selben Aufwind zurückkehrte.
- 230 m Höhenverlust in 24 s: Innerhalb von 24 Sekunden verlor das Segelflugzeug beim Kreisen im Bereich des Gegenanfluges südlich des Flugplatzes rund 230 Höhenmeter — etwa 9,6 m/s.
- ~60° Längsneigung Richtung Wald: Das Segelflugzeug verließ das Höhenband und sank, ohne den Normalflug wiederherzustellen, Richtung Waldfläche südlich des Flugplatzes; die Aufprallhaltung betrug etwa 60° nach unten.
- Fällt in Bäume; leicht verletzt: Rund einen Kilometer südlich des Flugplatzes fiel die LS 1f in Bäume; dünne Stämme bremsten den Aufprall ab. Der Flugschüler wurde leicht verletzt und befreite sich selbst aus dem Wrack.