LS 4a pendelt nach steilem Windenstart und kippt in 50-70 m über linke Tragfläche ab
Bei einem Windenstart auf dem Segelfluggelände Sultmer Berg bei Northeim wurde der Pilot einer LS 4a tödlich verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Auf Piste 18 nahm die LS 4a unmittelbar nach dem Abheben eine ungewöhnlich steile Steigfluglage ein und begann um die Hochachse zu pendeln. In etwa 50 bis 70 m kippte sie über die linke Tragfläche ab und schlug östlich der Bahn auf. An der Unfallstelle stand die Trimmung hecklastig, die rechte Bremsklappe war ausgefahren und die rechte Tragfläche etwa zwei Meter vom Randbogen abgebrochen. Hinweise auf Mängel in der Steuerung wurden nicht gefunden.
- Windenstart auf Piste 18: Gegen 16:00 Uhr startet die LS 4a am Segelfluggelände Sultmer Berg (Northeim) an der Winde auf Piste 18.
- Steile Steigfluglage nach Abheben: Sofort nach dem Abheben sehen Zeugen das Segelflugzeug am Windenseil in einer ungewöhnlich steilen Steigfluglage.
- Pendeln um die Hochachse: Während des steilen Steigflugs beginnt das Segelflugzeug um seine Hochachse zu pendeln.
- Abkippen in 50-70 m über linke Fläche: In etwa 50 bis 70 Metern Höhe kippt das Segelflugzeug über die linke Tragfläche ab — der typische energiearme Ausbruch aus einem steilen Windenstart.
- Aufschlag östlich der Bahnmittellinie: Das Segelflugzeug schlägt etwa 40 m östlich der Bahnmittellinie der Piste 18 und rund 340 m vom Startpunkt der Piste 36 entfernt quer zur Startrichtung auf. Der Pilot wird tödlich verletzt.
- Trimmung hecklastig; Bremsklappe aus: An der Unfallstelle wird die Trimmung in Stellung „hecklastig“ vorgefunden, die rechte Bremsklappe steht ausgefahren. Die rechte Tragfläche ist etwa zwei Meter vom Randbogen abgebrochen; die Steuerstange des Höhenruders ist am Bruch des Leitwerksträgers gebrochen, übrige Steuerverbindungen sind intakt. Hinweise auf Mängel in der Steuerung werden nicht gefunden.