Vollkreis hinter Position bei Gegenwind: K 7 Außenlandung auf Sportplatz

Detmold, Germany Alexander Schleicher K 7

Bei einer Außenlandung in der Detmolder Innenstadt blieben beide Insassen einer Schleicher K 7 unverletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Nach Windenstart in Detmold (EDLJ) und Ausklinken in rund 460 m über Grund flog der Pilot hinter der Querabposition einen vollen Kreis nach links. Der Kreis kostete etwa 100 m und ließ die K 7 rund 1.200 m vom Platz entfernt. Der Pilot landete auf einer Grünfläche von Osten mit Rückenwind über etwa 25 m hohe Bäume, war zu schnell, leitete einen Slip ein und lenkte die K 7 bewusst zwischen zwei Bäume; die Tragflächen scherten ab. Laut SBO war der Vollkreis in der Platzrunde unzulässig.

  1. Platzrunde nach Windenstart: Schleicher K 7 um 17:14 Uhr von Detmold (EDLJ) per Winde gestartet, Pilot und Fluggast zu einem Rundflug. Ausklinken bei ca. 460 m AGL nach normalem Start. Der Pilot hatte an dem Tag bereits 6 Windenstarts absolviert (4 auf K 7, 2 auf ASK 21). Wind 100–110° mit 28–37 km/h, Sicht >8 km.
  2. Vollkreis nach Querabposition: Hinter der Querabposition — ungefähr dort, wo die Einleitungskurve zur Endanflugbahn hätte beginnen sollen — flog der Pilot einen vollständigen Linksdrehkreis in der Platzrunde bei ca. 180 m über Platzhöhe. Die DAeC-Segelflugsport-Betriebsordnung (SBO § 4.1.1) verbietet Kreise und Umkehrkurven nach dem Überfliegen der Querabposition ausdrücklich.
  3. Flugplatz nicht mehr erreichbar: Durch den Kreis verlor das Segelflugzeug ca. 100 m und war noch etwa 1.200 m vom Platz entfernt. Verbunden mit Gegenwind zum Platz hin und bebautem Gelände zwischen K 7 und Piste war eine Rückkehr nicht mehr möglich.
  4. Außenlandung auf Stadtgrünfläche: Der Pilot entschied sich zur Außenlandung auf einer segelfeldgroßen Grünfläche im östlichen Stadtgebiet von Detmold — nach Angaben die einzige geeignete freie Fläche ohne Personen. Das Feld maß ca. 140 m diagonal und war von Gebäuden und bis zu ca. 25 m hohen Bäumen umgeben.
  5. Rückenwindanflug über Hochbäume: Der Pilot nutzte eine verkürzte Rechtskurven-Platzrunde und näherte sich von Osten mit Rückenwind, überflog dabei ca. 25 m hohe Bäume am luvwärtigen Rand des Feldes. Bei Wind 100–110° / 28–37 km/h war die Landung faktisch mit Rückenwind.
  6. Zu schnell; Seitengleitflug + Bäume: Nach dem Überqueren der Bäume konnte der Pilot die K 7 nicht auf Landegeschwindigkeit abbremsen. Ein Seitengleitflug wurde zum Höhenverlust eingesetzt. Am Ende des Feldes steuerte der Pilot die K 7 gezielt zwischen zwei ca. 10 m voneinander entfernte Bäume auf einem öffentlichen Weg, um die restliche Energie abzubauen.
  7. Tragflächen abgetrennt; K 7 zerstört: Beim Kontakt mit den Bäumen wurden beide Tragflächen abgetrennt und die K 7 kam abrupt zum Stillstand. Der Rumpf ruhte aufrecht auf dem Weg, die Nase gegen eine niedrige Mauer. Leitwerksteile und Tragflächenteile lagen verstreut. Gesamtflugzeit ca. 5 Minuten. Beide Insassen unverletzt.
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