LAK-17AT versucht Triebwerksstart unter Flughandbuch-Mindesthöhe; stürzt ab

Mannheim, Germany Sportinė Aviacija LAK-17AT

Der Pilot eines LAK-17AT kam ums Leben, als das Segelflugzeug bei einem Triebwerks-Startversuch nach einem Windenstart in Mannheim in eine steile, sinkende Linkskurve überging; Flugzeug zerstört. Nach dem Ausklinken in 300-350 m AGL fuhr der Pilot das Triebwerk aus und unternahm zwei Anlassversuche; der Lotse beobachtete, dass auch die Bremsklappen ausgefahren waren. Etwa eine Minute nach dem Ausklinken stürzte der LAK-17AT auf ein abgeerntetes Feld ~1 km östlich des Flugplatzes. Das Flughandbuch schreibt Triebwerksstart in mindestens 400 m AGL, Wölbklappen +2 und mindestens 8-10 km/h über der Überziehgeschwindigkeit vor.

  1. Windenstart, Steigflug: Der selbststartende LAK-17AT (15 m Spannweite, max. 500 kg) startete um 10:43 Uhr per Windenstart ab Mannheim City, Richtung Piste 09, bei guter Sicht und leichtem Wind.
  2. Triebwerk nach Ausklinken ausgefahren: Zeugen beobachteten, dass der Pilot unmittelbar nach dem Ausklinken das Triebwerk zum Anlassen ausfuhr; der Turmkontroller stellte dabei zugleich ausgefahrene Bremsklappen fest.
  3. Zwei Startversuche: Ein Zeuge berichtete von zwei Anlassversuchen nach dem Ausklinken. Der LAK-17AT hat keinen Anlasser — der Propeller wird im Sinkflug angedreht, das Triebwerk läuft nur mit voller Drehzahl.
  4. Unter FM-Mindesthöhe für Triebwerksstart: Das Flughandbuch schrieb für das Ausfahren des Triebwerks mindestens 400 m AGL über landbarem Gelände vor; der LAK-17AT wurde dabei erst bei ca. 300–350 m AGL beobachtet.
  5. FM-Hinweise zu Ausfahren und Anlassen: Das Handbuch verlangte beim Ausfahren Klappen auf +2 und 90–110 km/h, mind. 8–10 km/h über der Überziehgeschwindigkeit; bei 90 km/h mit ausgefahrenem Triebwerk sank es mit 1,8 m/s.
  6. Steile Linkskurve, Nase tief: Etwa eine Minute nach dem Ausklinken leitete der LAK-17AT eine steile Linkskurve mit stark nach unten geneigter Flugzeugnase ein.
  7. Aufprall — Pilot tödlich verletzt: Der LAK-17AT prallte etwa 1 km östlich des Platzes mit steiler Nase-tief-Lage auf ein abgeerntetes Feld, Krater ca. 100 cm; der Pilot wurde tödlich verletzt, die Zündung war aus.
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