Puchacz sinkt auf dem Rückflug unter Platzrundenhöhe und schlägt im Wald auf
Pilot und Fluggast eines Puchacz (SZD-50-3) wurden auf einem Rundflug ab Schwarzheide schwer verletzt. Nach dem Ausklinken stieg das Segelflugzeug thermisch auf ~1.000 m GND nördlich des Flugplatzes, flog dann 5 km NW und 4 km S nach Lauchhammer (550 m GND). Nach etwa 3 km Rückflug nach Osten, in ~200 m GND — unter Platzrundenhöhe — machte es eine Linkskurve auf Kurs 280°. In den folgenden 600 m sank es auf 80 m GND mit über 6 m/s. Aufschlag in einem 20 m hohen Kiefernwald ~2 km NW des Flugplatzes; Rumpfröhre hinter den Tragflächen abgedreht. Das Flugzeug wurde zerstört.
- Schlepp + lokaler Streckenflug: Der Segler startete im Schleppflug ab Schwarzheide zu einem Rundflug, klinkte über Senftenberg aus und stieg dann in Aufwinden westwärts auf etwa 1.000 m, rund 4 km nördlich des Platzes.
- Wachsende Entfernung vom Platz: Nach dem Höchstpunkt flog der Segler 5 km weiter nach Nordwesten, dann etwa 4 km nach Süden und erreichte Lauchhammer bei 550 m GND, mit knapper werdender Höhenreserve.
- Rückflug unter Platzrundenhöhe: Nach etwa 3 km Rückflug nach Osten Richtung Schwarzheide war der Segler nur noch auf ca. 200 m GND, unter der üblichen Platzrundenhöhe, bei 8 kt Gegenwind aus Osten.
- Starkes Sinken bei niedriger Höhe: Ab etwa 200 m GND leitete der Segler eine Linkskurve auf Kurs 280° ein und sank über die nächsten 600 m auf 80 m GND, mit einer Sinkrate von mehr als 6 m/s.
- Kiefernwald — beide schwer verletzt: Der Segler schlug in einem 20 m hohen Kiefernwald etwa 2 km nordwestlich des Platzes auf; der hintere Rumpf trennte sich hinter den Tragflächen, Pilot und Passagier wurden schwer verletzt.