Ventus 2a stürzt nach zu langsamem Schlepp hinter schwachem Motorsegler ab
Der Pilot eines Ventus 2a wurde bei Esslingen schwer verletzt und das Segelflugzeug zerstört, nachdem sich der Schlepp tief getrennt hatte. Mit Wasserballast für einen 1 000-km-Flug ging der Ventus in den Schlepp, nachdem das übliche Schleppflugzeug durch einen schwächeren Motorsegler ersetzt worden war. Er stieg kaum — geschleppt mit nur 72 bis 95 statt der nötigen 120 bis 140 km/h — und der Motorsegler stieg merklich höher. Hinter dem Platz brach die Sollbruchstelle bei 300 daN, weit unter den geforderten 525 bis 680 daN, und der Ventus kippte nach rechts ab und stürzte in ein Naturschutzgebiet. An beiden Flugzeugen fand sich kein Mangel.
- Ballast an Bord, schwacher Schleppzug: Ein für einen 1 000-km-Flug vorbereiteter Ventus 2a ging noch mit Wasserballast in den Flugzeugschlepp, nachdem das übliche Schleppflugzeug durch einen schwächeren Motorsegler ersetzt worden war.
- Schlepp zu langsam für das Gewicht: Das schwere Segelflugzeug wurde mit nur etwa 72 bis 95 km/h geschleppt — deutlich unter den im Handbuch mit Ballast geforderten 120 bis 140 km/h — und der Schleppzug stieg kaum.
- Motorsegler hoch, Segler zu langsam: Der Motorsegler geriet merklich höher, während das Segelflugzeug nahe der Mindestfahrt dahinschob, am Pistenende nur etwa 10 bis 15 m unter ihm.
- Zu schwache Sollbruchstelle: Die eingebaute Sollbruchstelle war auf 300 daN ausgelegt, weit unter den vom Handbuch geforderten 525 bis 680 daN; sie brach später bei etwa 270 daN ohne Vorschädigung.
- Schleppzug trennt sich tief: Knapp hinter dem Platz trennte sich der Schleppzug, als die Sollbruchstelle brach, und ließ das langsame, schwere Segelflugzeug tief und ohne Steigfahrt zurück.
- Segler kippt ab, Absturz: Das Segelflugzeug kippte nach rechts ab und schlug in ansteigendem Gelände eines angrenzenden Naturschutzgebiets etwa 240 m hinter der Piste auf; es wurde zerstört, der Pilot schwer verletzt.