Nimbus 4M verliert bei einem Flatter-Erprobungsflug das Leitwerk; Pilot springt ab
Ein Nimbus 4M verlor im Flug sein Leitwerk und wurde nahe Lenningen zerstört; der Pilot sprang ab und landete unverletzt. Das Segelflugzeug flog eine Flattererprobung für 50 kg mehr Abflugmasse und regte die Ruder bis zur Höchstgeschwindigkeit von 308 km/h an. Nach etwa einer Stunde, in 1 600 m bei 160 km/h, bemerkte der Pilot ein weiches Seitenruder und ein kippendes Leitwerk; ein Kollege daneben sah den Kippwinkel auf etwa 45° wachsen, bevor das Leitwerk abbrach. Ursache war eine im ungewöhnlichen Flugzeugleben geschwächte Struktur — wiederholte Überlastungen und eine Reparatur —, die einen Spant gelöst hatte, sodass das Leitwerk abriss.
- Flatter-Erprobungsflug zur Zulassung: Ein Nimbus 4M startete im Flugzeugschlepp von Hahnweide zu einer Herstellererprobung des Flatterns, um 50 kg mehr Abflugmasse zuzulassen; die Ruder wurden bis zur Höchstgeschwindigkeit von 308 km/h impulsartig angeregt.
- Struktur über das Leben geschwächt: Das Flugzeug von 1991, früher Triebwerk-Erprobungsträger und Vorführflugzeug, hatte wiederholte Überlastungen und eine Reparatur nach einer Bodenkollision erfahren, wodurch ein Rumpfspant lose war.
- Seitenruder wird weich bei 160 km/h: Nach etwa einer Stunde, in rund 1 600 m und bei 160 km/h, reagierte das Seitenruder weich, und der Pilot sah das Leitwerk zu kippen beginnen.
- Kollege sieht Leitwerk auf 45° kippen: Ein daneben fliegender Kollege sah das ganze Leitwerk schwingen und kippen, der Winkel wuchs auf etwa 45°, und riet zum Aussteigen.
- Leitwerk bricht vom Rumpf ab: Das gesamte Leitwerk brach unter Torsion von der Rumpfröhre ab — kurz noch von den Seitenruderseilen gehalten — und das Segelflugzeug kippte über den Bug in den Rückenflug.
- Pilot springt ab, landet unverletzt: Der Pilot warf die Haube ab und stieg aus; der automatische Fallschirm öffnete sich und er landete unverletzt auf einer Wiese. Das Segelflugzeug wurde zerstört.