ASW 28-18 Seilriss in 100-120 m — Normalfluglage nicht hergestellt, Strömungsabriss
Nach Strömungsabriss nach Seilriss im Windenstart in Bonn-Hangelar wurde der Pilot einer ASW 28-18 schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde schwer beschädigt. Der Pilot hatte 93 h gesamt, aber nur 30 Minuten auf Muster — der Unfallflug war der vierte Start auf Muster. In 100–120 m AGL riss das Windenseil. Durch das Wiederabfangen auf dem noch unvertrauten Muster überfordert, brachte der Pilot das Segelflugzeug nicht rechtzeitig in die Normalfluglage; die Horizontalfluggeschwindigkeit wurde nicht erreicht, und das Flugzeug geriet in Strömungsabriss. Die Höhe reichte für ein Abfangen nicht; Aufschlag 250 m östlich der Startstelle.
- Windenstart von Bonn-Hangelar: Windenstart um 16:00 Uhr von Piste 11; normaler Anfangssteigflug bis etwa 50 m.
- Sehr geringe Mustererfahrung: 17-jähriger Pilot mit 93 Flugstunden gesamt, aber nur 30 Minuten auf der ASW 28-18 in einem einzigen Flug 10 Monate zuvor. Der Unglücksflug war der vierte Start auf dem Muster.
- Seilriss in 100–120 m GND: Der Steigwinkel war leicht erhöht worden; das Seil riss am Sollbruchglied in 100–120 m Höhe.
- Normalfluglage nicht hergestellt: Das Segelflugzeug wurde nicht rechtzeitig in eine normale Fluglage zurückgebracht; die erforderliche Horizontalfluggeschwindigkeit wurde nicht erreicht.
- Strömungsabriss und trudelnähnl. Absturz: Das Segelflugzeug geriet in einen Strömungsabriss und eine steile Kopfüberlage mit trudelnähnlicher Bewegung.
- Aufprall 250 m östl. des Startpunkts: Der linke Flügel traf zuerst auf; das Segelflugzeug drehte sich um 180°, bevor es zum Stillstand kam. Flugzeug schwer beschädigt; Pilot schwer verletzt.