ASK 13 Seilriss tief — verkürzte Platzrunde statt Umkehrkurve, Baumkontakt
Nach einem Seilriss im Windenstart in Braunfels wurden Pilot und Begleiter einer ASK 13 leicht verletzt; das Segelflugzeug wurde schwer beschädigt. In 45–60 m AGL riss das Windenseil. Der Pilot drückte nach, klinkte und wählte eine verkürzte Platzrunde statt der bei dieser Höhe sichereren Umkehrkurve mit Landung entgegen Startrichtung. Die 180°-Endanflugkurve wurde in rund 34 m AGL mit etwa 39° Querneigung begonnen und überschoss die Anfluggrundlinie. Die linke Tragfläche traf einen Baum südwestlich der Piste; das Flugzeug schlug mit der Nase auf und kam in Rückenlage zum Liegen. Der Pilot war erst fünf Monate lizenziert.
- Windenstart Braunfels Piste 07: Normale Beschleunigung und Steigflug um 15:07; Pilot und Fluggast an Bord.
- Seilriss bei 45–60 m AGL: Der Pilot spürte einen leichten Ruck, die Fahrt baute ab; Seil gerissen. Der Pilot drückte die Nase, versuchte 3× auszuklinken und stellte 60 m AGL am Höhenmesser fest.
- Verkürzte Platzrunde gewählt: Der Pilot entschied sich für eine verkürzte Platzrunde (eine von vier im Cockpit-Check erwogenen Möglichkeiten) und drehte 180° nach links.
- Gegenanflug zu nah an der Piste: Der Gegenanflug verlief nicht parallel zur Piste und ließ für die Endkurve keinen ausreichenden Abstand.
- Tiefer, steiler Endkurvenflug: Die 180°-Endkurve wurde bei etwa 34 m AGL mit ~39° Querneigung eingeleitet; das Segelflugzeug überschoss die verlängerte Mittellinie in Richtung der Hindernisse südlich der Piste.
- Linke Fläche trifft Baum: Die linke Fläche berührte einen Baum am Rand der Wiese südwestlich der Piste 07; Kontrollverlust.
- Nase-voran Aufprall, auf dem Rücken: Das Luftfahrzeug prallte nase-voran auf und kam auf dem Rücken zum Stillstand. Beide Insassen leicht verletzt; Luftfahrzeug schwer beschädigt. Bei dieser geringen Höhe wäre eine Umkehrkurve mit Landung in Gegenrichtung sicherer gewesen.