Flugschüler überzieht ASK 18 beim Ausleiten aus dem Slip im Endanflug
Der Flugschüler einer ASK 18 wurde tödlich verletzt, als er aus einem Slip im Endanflug in Essen/Mülheim überzog, das Segelflugzeug nach rechts abkippte und ~400 m vor dem Platz auf einen Parkplatz trudelte; Flugzeug zerstört. Im 4. Alleinflug des Tages versuchte der Schüler aus stabilem Slip die Richtung zu ändern oder ihn zu beenden; beim Ausleiten kam die Nase zu hoch, es kam in geringer Höhe zum Strömungsabriss. Schüler: 20 h gesamt / 34 Starts auf dem Muster; Übung Slip <1 Monat zuvor als 'beherrscht' eingetragen. Flugauftrag nach mehrtägiger Pause ohne doppelsitzigen Kontrollflug; Ausbildungsdokumentation lückenhaft über 8 Fluglehrer.
- Windenstart und Platzrunde: Der Flugschüler flog einen Windenstart und eine Platzrunde auf der ASK 18, wobei der betreuende Fluglehrer Gegenanflug, Queranflug und Höhen vom Boden aus als korrekt beobachtete.
- Geringe Musterfestigung: Der Flugschüler stieg nach nur drei Alleinflügen auf der ASK 21 auf die ASK 18 um – eine geringe Festigung vor dem Wechsel auf ein Einzelsitzmuster.
- Alleinflug ohne aktuellen Doppelflug: Die Slipübung wurde weniger als einen Monat vor dem Unfall als „beherrscht“ abgezeichnet, und nach einer mehrtägigen Flugpause wurde der Alleinflugauftrag ohne aktuellen Doppelflug erteilt.
- Slipübung in geringer Höhe: Nach der Ausbildungsmethodik musste die Slipübung bis 50 m AGL beendet sein – eine Übung mit geringer Sicherheitsmarge, die vor der Freigabe eine sorgfältige Risikobewertung erforderte.
- Fehler beim Slip-Ausleiten im Endanflug: Im letzten Teil des Endanflugs wurde ein stabiler Slip eingeleitet; als der Flugschüler versuchte, die Sliprichtung zu ändern oder den Slip auszuleiten, kam die Nase beim Ausleiten zu hoch.
- Strömungsabriss und Trudeleinleitung: Der Flugschüler überzog; das Segelflugzeug kippte nach rechts ab und leitete in sehr geringer Höhe eine trudelähnliche Rotation ein, bevor es hinter Bäumen verschwand.
- Aufprall Parkplatz — tödlich verletzt: Das Segelflugzeug prallte nahezu senkrecht auf einen Parkplatz etwa 400 m vor dem Flugplatz und zerbrach; der Flugschüler wurde tödlich verletzt, technische Mängel lagen nicht vor.