DG-600 Strömungsabriss beim Einkurven nach links — erste Flüge nach Kauf
Bei einem Strömungsabriss nach Windenstart in Gießen-Wieseck wurde der Pilot einer DG-600/18 schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Der Pilot klinkte in rund 340 m über Platz aus. Nach acht Kreisen ohne Höhengewinn flog er gegen den Wind südostwärts. In rund 240 m über Startniveau wurde beim Einkurven nach links die Mindestgeschwindigkeit für die Querneigung unterschritten; das Flugzeug kippte ab und geriet ins Trudeln. Bodennah leitete der Pilot aus, kollidierte im Abfangbogen mit Bäumen und stürzte in eine Streuobstwiese 1,5 km südöstlich des Platzes. Geringe Mustererfahrung trug bei.
- Lokalflug nach Windenstart: Windenstart ab Gießen-Wieseck, Piste 080°, um 13:03 Uhr; Ausklinken bei ~340 m.
- Geringe Erfahrung auf dem Muster: Der Pilot hatte ~15 h und 3 Landungen auf der DG 600/18 — erste Flüge auf dem Muster seit dem Kauf im November 2021.
- Kein Höhengewinn nach Ausklinken: Acht Kreise über dem Startgebiet ohne Höhengewinn; das Segelflugzeug trieb auf dem O–SO-Wind nach Norden ab.
- Zu langsam in der Linkskurve: Bei ~240 m über Startniveau wurde beim Einkurven nach links in Richtung Rödgen die für den Querneigungswinkel erforderliche Mindestgeschwindigkeit unterschritten.
- Abkippen, trudelartige Bewegung: Das Segelflugzeug kippte abrupt ab und geriet in eine trudelartige, unkontrollierte Fluglage.
- Abfangen in geringer Höhe: Der Pilot gewann in sehr geringer Höhe wieder die Kontrolle und leitete ein Abfangmanöver ein.
- Baumkollision, Aufprall im Garten: Im Abfangbogen kollidierte das Segelflugzeug mit Bäumen, wurde dabei abgebremst und traf dann in einem Obstgarten am westlichen Rand von Rödgen auf, ~1,5 km SO des Flugplatzes. Pilot schwer verletzt; Flugzeug zerstört.