Nimbus 3 DM Motorleistung lässt in 40-50 m nach, Randbogen beim Notmanöver

Dahlemer Binz, Germany Schempp-Hirth Nimbus 3 DM

Beim Eigenstart in Dahlemer Binz wurde der Pilot eines Nimbus 3 DM schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Es war der zweite Versuch — der erste war wegen zu geringer Triebwerksleistung abgebrochen worden (vermutete Dampfblasenbildung); ein anschließender Standlauf war einwandfrei. Der zweite Steigflug verlief bis rund 40–50 m AGL unauffällig, dann ließ die Motorleistung nach. Wegen Wäldern östlich drehte der Pilot bei Piste 23 nach links zur Segelflugbetriebsfläche; die linke Tragfläche berührte den Boden, das Flugzeug drehte sich nach links und rutschte rund 87 m seitwärts.

  1. Eigenstart in Dahlemer Binz: Der Pilot startete im Eigenstart mit einem zweisitzigen Motorsegler Schempp-Hirth Nimbus 3 DM mit einziehbarem Fahrwerk, mit einer Begleitperson auf dem Hintersitz.
  2. Erster Startversuch abgebrochen: Ein früherer Start war wegen unzureichender Motorleistung abgebrochen worden, vermutet als Dampfblasenbildung; nach normalem Bodenprobelauf startete der Pilot erneut.
  3. Wald östlich, keine Ausweichoption: Der Flugplatz war nach Norden und Osten von dichtem Wald umgeben; östlich des Platzes gab es keine geeigneten Außenlandemöglichkeiten.
  4. Motorleistung fällt bei ~40–50 m: Beim zweiten Startversuch verliefen Startlauf und Anfangssteigen unauffällig, bis die Motorleistung in 40-50 m so weit abnahm, dass ein weiteres Steigen nicht mehr möglich war.
  5. Linkswendung zum Segelflugbereich: Angesichts des Waldes im Osten entschied sich der Pilot für eine Notlandung auf dem Flugplatzgelände und leitete nahe der Schwelle 23 eine Linkswendung zum Segelflugbereich ein.
  6. Linker Randbogen berührt Boden: Während der Linkswendung in Richtung des Segelflugbereichs berührte der linke Randbogen den Boden, was das Flugzeug weiter nach links rotieren ließ.
  7. Rumpf knickt, 87 m Seitwärtslauf: Das hintere Rumpfrohr knickte vor dem Leitwerk ein; das Flugzeug glitt anschließend rund 87 m seitlich über den Segelflugbereich und kam nahe einer Startwinde zum Stillstand.
  8. Pilot schwer verletzt, Totalschaden: Cockpit und hinteres Rumpfrohr wurden zerstört, linke Randkappe, Querruder und Klappe rissen ab; der Pilot wurde schwer verletzt. Keine technischen Mängel festgestellt.
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