ASK 21 harte Landung nach Windenleistungs-Rückgang — Geräusch als Seilriss gedeutet
Bei einer harten Landung im zweiten Windenstart in Rheinstetten wurden beide Insassen einer ASK 21 schwer verletzt; das Segelflugzeug wurde beschädigt. Nach nur geringem Höhengewinn hörte der Windenfahrer ein lautes Geräusch, deutete es als Seilriss und reduzierte die Leistung. Die Spannung fiel ab; das Windenseil löste sich vom Segelflugzeug, das vom flachen Steigflug in einen steilen Sinkflug überging und rund 213 m vom Start mit dem Bugrad auf der Bahn aufschlug. Nach dem Unfall waren Windenseil, Fallschirm, Sollbruchstelle und Vorseil intakt vor der Winde aufgefunden — das Seil war nicht tatsächlich gerissen.
- Zweiter Windenstart des Tages: Die ASK 21 startete zum zweiten Windenstart des Tages ab Rheinstetten zu einem lokalen Übungsflug; der erste Start und das Ausklinken waren normal verlaufen.
- Gefährliche Niedrigphase beim Start: Der Pilot tätigte zu Beginn nur wenige Steuerausschläge; das Segelflugzeug gewann kaum Höhe und stellte das Steigen ein, während es noch niedrig war.
- Windenbetreiber reduziert Leistung: Der Windenbetreiber hörte ein lautes Geräusch aus der Winde, deutete es als Seilriss und zog den Leistungsregler zurück, wodurch der Seilvorzug in der niedrigen Anfangssteigphase sank.
- Seilspannung fällt, Seil löst sich: Das Seil wurde schlaff, das Fallschirmchen entfaltete sich und trennte sich vom Flugzeug; der Startleiter rief zum Halt, der Windenbetreiber nahm die Leistung weg.
- Steiler Sinkflug, kein Abfangen: Der Pilot schilderte, dass das Segelflugzeug nach dem Seilabwurf steil in Richtung Boden gegangen sei und der Sinkflug vor dem Bodenkontakt nicht mehr abzufangen war.
- Bugradaufprall ~213 m vom Start: Erste Bodenberührung auf dem Bugrad rund 213 m vom Startpunkt; beide Insassen wurden schwer verletzt, Schäden blieben auf die Hauptradverkleidung beschränkt.