Olympia-Meise: Höhenruder beim Aufrüsten nicht angeschlossen, Absturz nach Start
Nach einem Windenstart in Gelnhausen wurde der Pilot einer Olympia-Meise tödlich verletzt; das Segelflugzeug wurde zerstört. Beim morgendlichen Aufrüsten mit mehreren Helfern und Unterbrechungen wurde die Höhenrudersteuerung nicht angeschlossen; eine Checkliste lag nicht vor, und kein Zeuge erinnerte sich an den Anschluss. Auf Piste 25 stieg das Flugzeug ohne Höhenrudersteuerung flach und trieb mit Südwestwind nach rechts. Der Windenfahrer erkannte den ungenügenden Steigflug und reduzierte die Leistung; das Seil löste sich in rund 80–100 m AGL. In konstanter Rechtskurve flog das Flugzeug in die Bäume nördlich der Piste.
- Morgendlicher Aufbau bei Oldtimerwoche: Das Segelflugzeug wurde vom Piloten gemeinsam mit mindestens 5 weiteren Helfern aufgerüstet — darunter ortsfremde Gastpiloten — mit mehrfachen Unterbrechungen und Ablenkungen.
- Mehrere Helfer, viele Unterbrechungen: Kein Zeuge erinnerte sich, den Anschluss des Höhenruders mitgemacht zu haben; er erfordert das Durchgreifen durch ein Handloch und das Einrasten eines Federbolzens, am besten zu zweit.
- Höhenrudergestänge nicht angeschlossen: Das Höhenrudergestänge war gelöst; der Federbolzen steckte in einer Stellung, die eingerastet wirkte, aber tastbar erkennbar war. Die Handlochabdeckung war zu, aber nicht verklebt.
- Steuercheck nicht wirksam: Kein Zeuge sah einen vollständigen Steuercheck; es wurde keine Checkliste verwendet, obwohl der Startleiter beim Start Querruderbewegungen beobachtete.
- Windenstart ohne Höhenruder-Wirkung: Nach einem Windenstart bei Seitenwind verlief der Steigflug flach; der Pilot korrigierte den Wind nicht, das Segelflugzeug wurde nach rechts versetzt, die Neigung blieb flacher als üblich.
- Seil löst in ca. 80–100 m aus: Der Windenfahrer berichtete, das Segelflugzeug habe 'nicht richtig in die Winde gefasst'; als das Steigen bei 80–100 m AGL ausblieb, reduzierte er die Leistung, worauf das Seil auslöste.
- Rechtsdrift Richtung Bäume: Das Segelflugzeug behielt die Rechtsneigung, senkte die Nase in einen flachen Gleitflug und flog in Rechtskurve weiter auf die Bäume zu, ohne erkennbare Funksprüche oder Steuereingaben.
- Baumberührung, Aufprall, tödlich: Das Segelflugzeug schlug rund 950 m vom Startpunkt in Bäumen ein und kam im Wald zum Stillstand; Cockpit und Leitwerk trennten sich. Der Pilot wurde tödlich verletzt, der Gurt riss ab.